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1:3 im DFB-Pokal

"Jeder Münsteraner kann stolz sein": Preußen scheiden nach großem Kampf gegen Hertha aus

Münster

Es war ein besonderer Abend für Preußen Münster. Doch am Ende ist das Kapitel DFB-Pokal beendet. Sascha Hildmann ärgerte sich besonders über eine Szene kurz vor der Halbzeit.

Von Sohrab Dabir

Nach dem Spiel ließen sich die Preußen von ihren Fans feiern. Foto: Jürgen Peperhowe/WN

Das Abenteuer DFB-Pokal ist für Preußen Münster nach zwei großen Spielen gegen zwei Bundesligisten beendet. Am Dienstag (26. Oktober) musste sich der SCP der Hertha aus Berlin geschlagen geben. Dennoch überwog nach dem Abpfiff der Stolz bei den Akteuren in Grün. 

"An dieser Leistung dürfen wir uns jetzt messen lassen", sagte Stürmer Gerrit Wegkamp nach dem Spiel. In der Tat zeigte der Regionalligist vor 11.000 Zuschauern im Preußenstadion eine couragierte und leidenschaftliche Leistung. Zunächst gab es für das Team von Sascha Hildmann jedoch kurz nach Anpfiff eine kalte Dusche.

Preußen Münster nach Platzverweis eine Halbzeit lang in Unterzahl

Hertha BSC drückte zu Beginn schnell aufs Tempo und ging bereits nach drei Minuten durch Stevan Jovetic in Führung. "Wir haben ein paar Minuten gebraucht, um reinzukommen. Danach hat man aber kaum einen Unterschied gesehen", analysierte Dominik Klann die Kräfteverhältnisse auf dem Feld nach dem frühen Rückstand. Preußen Münster kam besser ins Spiel und belohnte sich kurz vor dem Halbzeitpfiff. Zunächst traf Alexander Langlitz nur den Pfosten, den Abpraller nutzte dann Thorben Deters und schob zum Ausgleich ein.

Doch der Nackenschlag folgte nur kurze Zeit später. Nach einer Schwalbe im Berliner Strafraum sah Preußens Nicolai Remberg die Gelb-rote Karte. Eine ganze Halbzeit musste sich Münster somit in Unterzahl gegen den Bundesligisten stemmen. Die Szene sorgte beim SCP-Trainer noch nach dem Spiel für Ärger. "Schwalbe hin oder her. Ich glaube dass es keine Schwalbe war. Nicolai steht danach auch wieder auf. Es nervt, dass man mit so einer Entscheidung das Spiel beeinflusst", so Sascha Hildmann, der nach dem Wiederanpfiff sah, wie sich sein Team trotz Unterzahl gegen den "Big City Club" wehrte.

Preußen Münster scheidet erhobenen Hauptes aus dem DFB-Pokal aus

Preußen Münster erarbeitete sich auch nach dem Seitenwechsel einige gute Chancen. So hatte Thorben Deters eine Möglichkeit, den Regionalligisten in Führung zu bringen, scheiterte jedoch an Gästetorwart Dedryck Boyata. Nach 79 Minuten war dann jedoch der Bann gebrochen: Joker Ishak Belfodil traf zur erneuten Berliner Führung, nur vier Minuten später machte Marco Richter den Sack endgültig zu. Dennoch überwog nach der 1:3-Niederlage das Positive beim SCP.

"Jeder hat gesehen, wie viel Leidenschaft die Mannschaft auf den Platz gelegt hat. Jeder Münsteraner kann heute stolz auf die Preußen sein", lauteten die emotionalen Worte von Sascha Hildmann nach der Partie. Nach zwei aufregenden Partien ist für den SCP nun Schluss im DFB-Pokal. Doch lange wollen sie nicht warten, um erneut auf die große Fußballbühne zurückzukommen. "Wir werden alles dafür tun, den Westfalenpokal zu gewinnen, um wieder solche Spiele zu haben. Das hat der Verein einfach verdient", drückte es Gerrit Wegkamp aus.

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