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Zoff um verlegtes Preußen-Spiel

Nach DDR-Vergleich gegen Preußen Münster: Carsten Rump äußert sich

Münster

Sportlich läuft es für Preußen Münster und den SV Rödinghausen rund. Doch außerhalb des Platzes gibt es nun Stress.

Von Sohrab Dabir

SCP-Sportdirektor Peter Niemeyer (r.) wollte die Äußerungen von SVR-Trainer Carsten Rump (l.) nicht stehen lassen.  Foto: Jürgen Peperhowe/WN

Update: 15.50 Uhr. Rödinghausens Trainer Carsten Rump hatte mit seinem DDR-Vergleich für Aufsehen und ein Statement von Preußen Münster gesorgt. Nun ruderte der SVR-Coach zurück. "Nach dem intensiven Spiel am Samstag sind bei mir Emotionen hochgekocht, die mich leider zu den unüberlegten Statements in Richtung des Verbandes haben hinreißen lassen, die zudem auch in Bezug auf einen unserer Konkurrenten falsch verstanden werden können", heißt es in einem Statement des Vereins.

Er habe damit weder sich noch seinem Verein einen Gefallen getan, betonte Carsten Rump weiter. "Vor allem meine Äußerungen mit Bezug auf die DDR waren mehr als unangebracht und deplatziert. Dass dies sowohl in der Öffentlichkeit als auch bei den von mir angesprochenen Personen für Verärgerung gesorgt hat, kann ich absolut nachvollziehen. Ich habe mein Verhalten reflektiert und bitte dafür um Entschuldigung", endet das Statement.

Zoff zwischen Preußen Münster und SV Rödinghausen

Erstmeldung: 15. August, 13.55 Uhr. Ein verlegtes Spiel von Preußen Münster sorgt derzeit für mächtig Zoff in der Regionalliga West. Eigentlich hätte der SCP am vergangenen Spieltag sein Auswärtsspiel gegen Alemannia Aachen bestreiten sollen. Da der Aachener Tivoli an diesem Wochenende jedoch belegt war, wurde die Partie auf Ende September verlegt.

Diese Verlegung gefiel Carsten Rump, Trainer des SV Rödinghausen, offenbar gar nicht. Während seine Elf innerhalb von zehn Tage vier Spiele absolvieren musste, hatte Preußen Münster aufgrund der Verlegung ein spielfreies Wochenende. Das brachte den Coach offenbar in Rage.

Preußen Münster kontert DDR-Vergleich von SVR-Coach

"Wenn ich sehe, dass wir zwei englische Wochen hintereinander angesetzt bekommen, dann finde ich das bodenlos", so Rump, dessen Team wie Preußen Münster bislang neun Punkte in der Regionalliga einfahren konnte. "Wenn bei Münster das Spiel ausfällt, so wie jetzt gegen Aachen, dann schieben sie sich das Nachholspiel auf Ende September, wo sowieso spielfrei ist. Wir müssen jetzt zwei englische Wochen spielen und suchen uns einen Testspiel-Gegner für September", ließ der Trainer seinem Ärger freien Lauf. Für Aufsehen und Entsetzen beim SCP sorgte er jedoch mit einem gewagten Vergleich.

So empfindet der 41-Jährige, dass Preußen Münster vom Verband systematisch bevorzugt werde. "Ich habe das Gefühl, dass wir die Saison gar nicht spielen müssen, sondern wir machen das so wie früher in der DDR: BFC Dynamo wird Meister und alle anderen spielen um Platz zwei. Es ist so einseitig", polterte Carsten Rump weiter. Eine Aussage, die der SCP nicht auf sich sitzen lassen wollte.

In einem Statement wies Preußen Münster die Anschuldigungen von sich und bezog auch zur DDR-Aussage Rumps Stellung. "Gerade in der heutigen Zeit empfinde ich jegliche Vergleiche mit totalitären Staaten als absolut geschmacklos", betonte SCP-Sportdirektor Peter Niemeyer. Ein Wiedersehen an der Seitenlinie wird es bereits bald geben: Beide Vereine treffen am 17. September im direkten Duell im Preußenstadion in Münster aufeinander.

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