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1:0 gegen RWE

Wegkamp schlägt erneut zu: Münster beweist „Preußenherz“ gegen Essen

Erstmals in dieser Saison konnte Preußen Münster ein Spitzenteam der Regionalliga schlagen. Beim 1:0-Erfolg schob der Stadionsprecher noch eine kleine Spitze gen Essen.

Von Sohrab Dabir

Münster – Das Grinsen von Sascha Hildmann nach dem Spiel reichte fast über die gesamte Anlage des Preußenstadions. Zum ersten Mal in dieser Saison gelang es Preußen Münster ein Top-Team der Regionalliga zu schlagen. Nach der Niederlage in der Hinrunde hatte sich der Trainer für das Rückspiel einiges vorgenommen.

„Das war ein Wahnsinnsspiel“, sagte der Coach nach dem 1:0-Erfolg von Preußen Münster über Rot-Weiß Essen. Einige Überraschungen bot Sascha Hildmann für das Top-Spiel der Regionalliga auf. Kapitän Julian Schauerte und Joshua Holtby mussten zunächst mit der Bank Vorlieb nehmen. Zudem wurde Neuzugang Gerrit Wegkamp eine ganz besondere Aufgabe zugeteilt.

VereinPreußen Münster
StadionPreußenstadion
TrainerSascha Hildmann

Preußen Münster: Gerrit Wegkamp schaltet Essens Dennis Grote aus

Der Stürmer wurde dazu berufen, in alter Fußballtaktik-Manier, Essens Dennis Grote auf den Füßen zu stehen. Sascha Hildmann hatte den Ex-Spieler von Preußen Münster als stärkste Waffe von RWE auserkoren und Gerrit Wegkamp in die Manndeckung beordert. Der Plan sollte aufgehen. „Wir haben Dennis Grote aus dem Spiel genommen, das war eine gute Entscheidung“, sagte der SCP-Trainer nach dem Schlusspfiff.

In einer leidenschaftlich und intensiv geführten Partie war es dann letztlich auch Gerrit Wegkamp, der im Regen von Münster für die Entscheidung sorgte. Wenige Sekunden nach Wiederanpfiff vollendete der Stürmer eine Vorlage von Joel Grodowski zum Tor des Tages – und seinem zweiten in dieser Saison. Bis zum Schlusspfiff verteidigte Preußen Münster die Führung mit Mann und Maus. „Ich bin total stolz auf die Mannschaft. Sie haben Charakter gezeigt. Das ist das echte Preußenherz, das wir gesehen haben“, zeigte sich Sascha Hildmann voll des Lobes über seine Elf.

Stadionsprecher von Preußen Münster stichelt gegen Rot-Weiß Essen

Mit dem Erfolg im West-Duell konnte Preußen Münster den Abstand auf Rot-Weiß Essen auf vier Zähler verkürzen. „Wir haben bewiesen, dass wir absolut auf Augenhöhe gegen solche Gegner sein können“, befand Simon Scherder. Acht Zähler sind es derzeit auf Tabellenführer Dortmund, die jedoch noch ein Spiel weniger auf dem Konto haben als der SCP. Nach dem Erfolg ließ es sich der Stadionsprecher der Adler zudem nicht nehmen, eine kleine Spitze in Richtung der Gäste zu senden.

„Wir wünschen unseren Gästen eine gute Heimreise und freuen uns auf ein Wiedersehen in der nächsten Saison“, sagte, „Kerni“ in Richtung RWE, die noch um den Aufstieg in die 3. Liga kämpfen und auf eine Neuauflage in der neuen Saison vermutlich lieber verzichten würden. Die Essener waren jedenfalls nach der Niederlage bedient. „Es darf einfach nicht passieren, dass eine solche Situation die Entscheidung bringt und wir dadurch das Spiel verlieren. So nehmen wir nichts Zählbares mit. Das ist sehr bitter“, sagte Trainer Christian Neidhart nach dem Spiel. „Ich freue mich schon jetzt auf das Rückspiel. Mal gucken, wer da lacht“, hatte Sascha Hildmann nach der Niederlage von Preußen Münster im Hinspiel angekündigt. Und er sollte Recht behalten.

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