1. www.hallo24.de
  2. >
  3. Welt
  4. >
  5. Arminia Bielefeld äußert sich zur neuen Verteilung der TV-Gelder

  6. >

DFL

TV-Gelder neu verteilt: Arminia Bielefeld noch nicht überzeugt

Der deutsche Fußball steckt in seiner schlimmsten Wirtschaftskrise. Die Corona-Krise hat viele Klubs hart getroffen. Jetzt wurden zur neuen Saison die TV-Gelder neu verteilt. Dies hat auch Einfluss auf Arminia Bielefeld.

Von Sohrab Dabir

Bielefeld – Mit Spannung wurde am gestrigen Montag (7. Dezember) die Pressekonferenz von DFL-Boss Christian Seifert erwartet. Dieser trug am Nachmittag die Ergebnisse der Mitgliederversammlung der Deutschen-Fußball-Liga vor, bei dem es um die Verteilung der TV-Gelder unter den 36 Profivereinen ging.

Unterschiedlicher hätten die Blickwinkel, die die Entscheidung der DFL erwarteten, unter den Vereinen nicht sein können. Während Branchenprimus Bayern München hoffte, künftig nicht zu viel vom Kuchen abgeben zu müssen, spekulierten kleinere Klubs wie Arminia Bielefeld darauf, demnächst einen größeren Anteil der TV-Gelder zu bekommen. Immerhin werden das für die Saison 2021/2022 knapp 1,1 Milliarden Euro sein.

VereinArminia Bielefeld
StadionSchücoArena
TrainerUwe Neuhaus

Arminia Bielefeld: So beurteilt der Geschäftsführer das neue Modell

Das Ergebnis wird vermutlich keinen der Beteiligten so richtig zufriedenstellen, aber auch niemandem die Zornesröte ins Gesicht treiben. Von einer Umverteilung kann beim neuen Schlüssel nicht gesprochen werden, doch etwas mehr vom Kuchen werden die kleineren Klubs dennoch bekommen. Knapp 75 Millionen Euro werden ab 2021/2022 gleichverteilt. Somit kann Arminia Bielefeld zukünftig 24,7 Millionen Euro mehr fürs Budget einplanen – sofern sie die erste Liga halten sollten. Ansonsten gäbe es 6,9 Millionen Euro.

„Um das Ergebnis richtig beurteilen zu können, braucht es ein wenig mehr Zeit. Die Zukunft wird zeigen, wie sich die neue Verteilung in der Praxis auswirkt. Letztendlich stellt es einen Konsens dar in einem System, in dem die verschiedenen Interessen einfach sehr weit auseinander liegen“, kommentierte Markus Rejek, Geschäftsführer Finanzen des DSC Arminia Bielefeld, den neuen Verteilerschlüssel. Zwar sei es positiv, dass die Spreizung der Einnahmen etwas reduziert werden konnte – der Tabellenführer der Bundesliga bekommt nun nicht mehr knapp das Vierfache, sondern etwas weniger als das Dreifache im Vergleich zum Letzten – das zentrale Anliegen wurde aus Sicht der Ostwestfalen* dennoch nicht angegangen.

Arminia Bielefeld: Seitenhieb gegen Karl-Heinz Rummenigge

Aus Sicht des Aufsteigers sei der aktuelle Beschluss der DFL lediglich ein „Anfang vieler weiterer Diskussionen und Bestrebungen für Veränderungen, um den Fußball wieder näher an den Menschen heranzurücken“, so Rejek weiter. Christian Seifert dämpfte jedoch die Erwartungen an zu große Auswirkungen auf das Sportliche durch den neuen TV-Schlüssel: „Indem man den Bayern fünf Millionen weniger gibt und Bielefeld fünf Millionen mehr, macht man die Meisterschaft nicht spannender.“

Viel ändern wird sich in der Bundesliga demnach nicht wirklich. Markus Rejek hofft jedoch, dass sich der Umgang der Teams untereinander zum Besseren verändert. „Wir haben in den letzten Wochen sehen können, dass wir eine andere Diskussionskultur und einen anderen Umgang miteinander innerhalb der Gemeinschaft der 36 Vereine brauchen“, schickte der DSC-Geschäftsführer einen Seitenhieb in Richtung Karl-Heinz Rummenigge. Der Vorstandsboss des FC Bayern hatte im November zu einem Treffen eingeladen, um die Verteilung der TV-Gelder zu diskutieren. Vereine wie Arminia Bielefeld wurden jedoch nicht eingeladen, da sie sich zuvor gemeinsam mit einigen anderen Klubs zuvor für eine Umverteilung der Finanzen ausgesprochen hatten. (*Msl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.)

Startseite