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Computerschutz – so werden vertrauliche Daten auf den Geräten geschützt

Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten und Wegen, um persönliche Daten auf dem eigenen Computer zu schützen. Dabei gibt es verschiedene Situationen, in denen der Schutz von Daten besonders wichtig wird. Je nach Schutzbedarf sollte auf jeden Fall die passende Software für die entsprechende Sicherung gewählt werden.

Aschendorff Medien

Foto: adobe.stock / Monster Zitudio

Datenschutz ist eine wichtige Sache. Die meisten Menschen bringen ihn allerdings nur mit einigen wenigen Bereichen des täglichen Lebens in Verbindung. In der Regel vor allen Dingen mit dem Schutz von Daten, die wir bei irgendwelchen Online-Diensten oder bei Ämtern hinterlassen. Natürlich ist es wichtig, dass Organisationen und Firmen, die unsere Daten erhalten, damit gut und verantwortungsbewusst umgehen. Genauso wichtig ist aber oftmals auch der Schutz der eigenen Daten. Sowohl beim Transfer in Form von E-Mails als auch auf dem heimischen Rechner. Bei einem Unternehmen ist der Bedarf an Schutzmaßnahmen natürlich gleich um Vielfaches größer. Dabei vertut man sich zuweilen bei der Einschätzung, wer am ehesten Opfer von Cyberkriminalität wird. Denn davon sind nicht nur große Unternehmen betroffen – vor allem der deutsche Mittelstand und auch viele Kleinunternehmer hatten schon einmal mit einer Cyberattacke zu tun.

Warum ist der Schutz der eigenen Daten so wichtig?

Stellt sich dennoch die Frage, warum der Schutz der eigenen Daten so enorm wichtig ist. Immerhin gibt es Menschen, die ihr gesamtes Leben gern ins Scheinwerferlicht rücken – zum Beispiel indem sie bei einem Reality-TV-Format wie dem „Sommerhaus der Stars“ oder bei vergleichbaren Formaten mitmachen.

Anderen hingegen ist der Schutz der eigenen Daten und des eigenen Computers so wichtig, dass sie im Bestreben, sich zu schützen, Verbrechern Tür und Tor öffnen. So geschehen, als im Jahr 2018 zahlreiche Menschen im Münsterland Anrufe von Kriminellen erhalten haben, die sich als Microsoftmitarbeiter ausgegeben haben und ihre Opfer aufforderten, eine angebliche Schutzsoftware zu installieren. Diese erwies sich allerdings als Schadsoftware, mit deren Hilfe die Verbrecher die Computer ihrer Opfer übernehmen wollten.

In einigen Fällen waren die Betrüger tatsächlich erfolgreich. Dieses Beispiel zeigt, wie weit manche Menschen für die Sicherheit ihrer Geräte gehen – vor allem, wenn sie von angeblichen Experten auf mögliche Sicherheitslücken hingewiesen werden. Dabei stellt sich die Frage, warum das Thema Sicherheit auf dem Computer für viele Menschen heute so wichtig ist. Eine Antwort darauf ist sicherlich in der Statistik zum Thema Cyberkriminalität zu finden. So verursacht jeder Fall von Cyberkriminalität in Deutschland im Jahr 2021 im Durchschnitt Kosten für den Geschädigten in Höhe von rund 21.000 Euro.

In dieser Statistik finden sich nicht nur Unternehmen – auch Privatpersonen sind in gleichem Maße betroffen und haben dabei oftmals erhebliche Schwierigkeiten aus den finanziellen Problemen nach einer solchen Cyberattacke wieder herauszukommen. Da ist es absolut sinnvoll sich gerade bei wichtigen und sensiblen Daten Gedanken über das Thema Sicherheit zu machen.

Dateien auf dem einen Gerät „verstecken“

Es gibt eine ganze Reihe verschiedener Möglichkeiten, Daten auf dem eigenen Gerät zu „verstecken“. So können Kriminelle, selbst wenn sie Ihren Computer einmal übernehmen sollten, nicht auf diese Daten zugreifen. Je nach genutzter Software werden für das Verstecken von Daten unterschiedliche Standorte verwendet. Im Zusammenhang mit dem Thema Sicherheit stößt man dabei auf die folgenden Begriffe:

·         Datentresor

·         Geheimfach

·         versteckte Speicherpartition

Dabei geht es bei all diesen verschiedenen Formulierungen letztlich um die gleiche Grundidee: Wichtige Daten sollen so versteckt werden, dass jemand der auf den Computer zugreifen kann diese nicht direkt entdeckt. Das funktioniert beispielsweise über viele Antiviren-Software-Angebote. Diese beinhalten oftmals einen zusätzlichen Sicherheitsservice, der zum Beispiel einen solchen Datentresor zur Verfügung stellt. Das Verstecken einer ganzen Speicherpartition ist dabei schon deutlich aufwendiger und Bedarf einiger Erfahrung. Alternativ einer entsprechend hochwertigen Software, die die Arbeit der Programmierung und Verschlüsselung der Festplattenteile für den Nutzer übernimmt.

Eine weitere Möglichkeit kennen viele Menschen tatsächlich nur aus Filmen: Das Verstecken von Daten in einem Bild oder in einer anderen Datei. Auch das geht mit entsprechender Verschlüsselungssoftware und bietet die Sicherheit, dass hier nur derjenige fündig wird, der weiß, wo er suchen muss.

Daten für einen sicheren Transfer verschlüsseln

All diese Schutzmöglichkeiten zielen jedoch in der Hauptsache darauf ab, die Daten auf dem eigenen Rechner zu schützen. Dabei wird gerne vergessen das Daten immer dann am gefährdetsten sind, wenn sie den heimischen Rechner oder das eigene Netzwerk verlassen. Gerade kleinere Unternehmen die einen Großteil ihrer Korrespondenz inzwischen via E-Mail erledigen müssen hier auf besonderen Schutz achten. Vor allem, wenn es sich bei den übermittelten Daten um sensible Informationen handelt, die einem besonderen Datenschutz unterliegen.

Das Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat sagt zu der Frage, wo Cyberkriminalität stattfindet, ganz klar, dass das Risiko eines kriminellen Übergriffs in jedem Bereich der digitalen Welt lauern kann. Aus diesem Grund ist auch die Gefahr, dass E-Mails abgefangen werden und entsprechende Anhänge gelesen und ausgewertet werden könnten, nicht zu unterschätzen.

Das Versenden solcher Daten beispielsweise in einem Bild versteckt ist in der Realität dabei oftmals allein schon deshalb nicht möglich, weil eine solche Datensicherung sehr viel Speicherplatz in Anspruch nimmt. Damit wird das Verschicken eines solchen Daten-Päckchens in einem Bild mit den meisten herkömmlichen E-Mail-Providern zu einem schwierigen Unterfangen. Das ist allerdings auch gar nicht nötig. Denn beim Verwenden von E-Mails mit einem Dateianhang beispielsweise möchte man die Datei ja nicht verstecken – man möchte nur sichergehen, dass niemand die Datei öffnet, der dazu nicht befugt ist.

Damit eine Textdatei beispielsweise gut gesichert werden kann, ist es sinnvoll sie im PDF-Format zu speichern. Danach kann sie mit entsprechender Software problemlos verschlüsselt und mit einem Passwort geschützt werden. Je nach genutzter Software ist der Verschlüsselung unterschiedlich aufwendig und damit natürlich auch unterschiedlich effizient.

Wie genau kann man Daten eigentlich vor dem Zugriff Unbefugter schützen?

Wer seine Daten effektiv vor dem Zugriff unbefugter Dritter schützen möchte, hat dazu letztlich zwei Möglichkeiten. Zum einen gibt es die Experten aus der IT-Branche, die ihre eigenen Verschlüsselungscodes schreiben und eigene Programme entwerfen können, um einen entsprechenden Schutz zu entwickeln. Gerade größere Unternehmen verfügen in der Regel über einen solchen Experten – teilweise sogar über eine ganze IT-Abteilung, die sich mit nichts anderem befasst. Im Privathaushalt ist das natürlich nur möglich, wenn die Privatperson selbst über entsprechendes Wissen im IT-Bereich verfügt. Vor allem wenn es um sehr sensible Daten geht, sollte man selbst ehrlich genug zu sich sein, ob das eigene Wissen ausreicht, um eine Verschlüsselung zu gestalten die so hochwertig ist, wie es vielleicht notwendig ist.

Die zweite Alternative ist die Nutzung einer entsprechenden Software. Hier gibt es wiederum breite Auswahlmöglichkeiten. Da wären klassische Antiviren-Programme. Diese bieten vor allem für die eigene Festplatte oftmals sehr gute Sicherheitsvorkehrungen. Angefangen von einem virtuellen Safe über die Möglichkeit, Daten, die vernichtet werden sollen, wirklich endgültig zu löschen. Neben solchen Antiviren-Programmen gibt es noch Verschlüsselungsprogramme, die ausschließlich für die sichere Datenverwaltung konzipiert wurden.

Muss es immer teure Sicherheitssoftware sein?

Wer nicht auf die entsprechende Erfahrung und das notwendige Wissen in Sachen Programmiersprache zurückgreifen kann, muss mit einer passenden Software für das eigene Sicherheitsbedürfnis vorliebnehmen. Dabei stellt sich die Frage, ob eine solche Sicherheitssoftware immer unbedingt teuer sein muss. Die Antwort lautet an dieser Stelle: „Nein“. Es gibt eine Vielzahl von Programmen, die komplett kostenlos angeboten werden und die bereits einfache Verschlüsselungen von Daten ermöglichen. Wer einen hochwertigeren Schutz bevorzugt, kann auf kostenpflichtige Programme mit einem Kostenfaktor im zweistelligen Bereich zurückgreifen.

Auch Antiviren-Programme werden in diesem Kostenbereich angeboten. Teilweise mit einem Abo das dem Nutzer regelmäßige Updates und fortlaufende Verbesserung der Sicherheitstechnik zusichert. Auch hier liegen die jährlichen Kosten in vielen Fällen im zweistelligen Bereich. Auf teurere Sicherheitssoftware sollten hier nur Unternehmen oder Behörden mit einem sehr hohen Sicherheitsbedarf zurückgreifen. Ansonsten ist eine größere Investition eher unnötig.

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