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Reisebestimmungen gelockert

Passend zu den Sommerferien: Corona-Reisewarnung aufgehoben

Berlin 

Trotz der sich immer weiter ausbreitenden Delta-Variante, hebt die Bundesregierung die Corona-Reisewarnung für etliche Länder auf. 

Von Sven Haverkamp

Am Freitag (2. Juli) beginnen die Sommerferien in NRW. Pünktlich zur Haupt-Reisezeit des Jahres macht es die Bundesregierung den urlaubsreifen Deutschen ein großes Stück leichter, trotz Corona ihr liebstes Reiseziel zu besuchen. Die Entscheidung dafür wurde bereits vor drei Wochen getroffen – zu einem Zeitpunkt, als die Delta-Variante noch nicht so stark auf dem Vormarsch war. Passend dazu ist auch der digitale Impfpass ab sofort europaweit gültig.

Ab Donnerstag (1. Juli) werden nun fast sämtliche Reisewarnungen aufgrund von Corona aufgehoben. Es wird also nicht mehr von touristischen Reisen ins Ausland abgeraten. Die Aufhebung der Warnung erleichtert den Reisenden den touristischen Verkehr erheblich. Quarantäne und Negativ-Test sind dann zum Beispiel nicht mehr nötig. Diese Lockerungen stoßen jedoch nicht bei allen Deutschen auf Verständnis.

Reisewarnung aufgehoben: Außenminister befürwortet Entscheidung

Außenminister Heiko Maas (SPD) steht zu den nun angekündigten Lockerungen: "Die Zeit der Pauschalbeurteilungen muss vorbei sein. Dort, wo es positive Entwicklungen gibt, gibt es auch keinen Grund, Restriktionen aufrechtzuerhalten." Die weltweite Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie wurde von Maas am 17. März 2020 ausgesprochen und im September auf Gebiete mit einer Inzidenz über 50 verringert. Ab Donnerstag unterscheidet das Auswärtige Amt drei Kategorien von Reisewarnungen:  

  • Eine Reisewarnung besteht nur noch für Länder mit einer Inzidenz ab 200 (Hochinzidenzgebiet) und Länder mit weit verbreiteten gefährlichen Virusvarianten (Virusvariantengebiet). Weltweit gibt es noch 40 Hochinzidenzgebiete, in Europa liegt keines davon. Lediglich Portugal und Großbritannien gelten als Virusvariantengebiete.
  • Bei Reisen in EU-Länder plus Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz wird nur noch "um besondere Vorsicht gebeten". 
  • Für über 100 Länder außerhalb der EU, ob Risikogebiet oder nicht, gilt: Sollten Einreisebeschränkungen oder eine Quarantänepflicht bestehen, wird von Reisen abgeraten. Sollten alle Hürden aufgehoben worden sein, gilt auch hier der Rat zur besonderen Vorsicht.

Eine Reisewarnung seitens des Auswärtigen Amtes erfüllt vor allem den Zweck der Abschreckung. Vor der Corona-Pandemie wurden Reisewarnungen vor allem für Kriegsgebiete ausgesprochen. Zusätzlich erleichtert eine solche Warnung den Reisenden eine kostenlose Stornierung von Reisebuchungen. 

Aufhebung der Corona-Reisewarnung: Deutsche bleiben skeptisch

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der dpa zeigt, dass bei weitem nicht alle Deutschen die Lockerungen des Auswärtigen Amtes begrüßen. 48 Prozent halten den Schritt für falsch, 38 Prozent für richtig. Ganze 71 Prozent sprechen sich weiterhin für eine Testpflicht aller Flugpassagiere bei einer Einreise nach Deutschland aus.

Städte wie Münster warnen ihre Bürgerinnen und Bürger eindringlich davor, trotz den Lockerungen allzu unbedarft zu reisen. Es wird gerade wegen der Delta-Variante um Vorsicht bei der Rückkehr gebeten. Alle Regelungen und Infos rund um Testpflicht und Quarantäne gibt es auf der Seite des Auswärtigen Amtes.

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