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Sonderveröffentlichung

Flexibel und bequem: Digitale Dienstleistungen für Verbraucher

Wer kennt das nicht – langwierige Behördengänge, unzumutbare Wartezeiten in Warteschlangen und dauernd ist beim Arzt besetzt, wenn ein Termin vereinbart werden soll. Viele dieser zeitraubenden Alltagsangelegenheiten lassen sich dank des digitalen Fortschritts mittlerweile auch über das Internet erledigen. Das spart Zeit und vor allem Nerven.

Aschendorff Medien

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Vieles wird heutzutage bereits online erledigt: Klamotten shoppen, Pizza bestellen, Reisen oder Tickets buchen gehört mittlerweile zum Alltag. Doch es gibt noch viel mehr Möglichkeiten, den Alltag zeitsparender und bequemer zu gestalten. Beim Arzt zum Beispiel – in vielen Praxen ist es kaum möglich, telefonisch einen Termin zu bekommen, weil beim Gegenüber ständig besetzt ist. Für die Buchung von Arztterminen gibt es mittlerweile verschiedene Online-Lösungen. Noch lange nicht alle, aber immer mehr Praxen bieten ihren Patienten ein Online-Terminmanagementsystem (OTMS) an.

Online einen Termin beim Arzt vereinbaren

Für den Anrufer hat eine Online-Terminbuchung den Vorteil, dass diese unabhängig von Zeit und Ort geschehen kann und Freiheit bei der Terminwahl besteht. Außerdem können sich Patienten per SMS oder E-Mail kostenfrei an den Termin erinnern lassen. Praxen ohne OTMS hingegen bieten über E-Mail oder ein Kontaktformular auf ihrer Homepage häufig die Möglichkeit zur Terminabsprache an. Einen Schritt weiter geht die Online-Sprechstunde. Patient und Arzt kommunizieren in der Online-Sprechstunde über einen Videochat. Die Kosten werden bereits seit 2017 von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Online-Sprechstunde als digitale Dienstleistung bietet Patienten den Vorteil, dass sie so gut wie keine Wartezeit mitbringen müssen. Außerdem besteht hier nicht die Gefahr, sich im Wartezimmer anzustecken.

Online-Sprechstunde: Für 27 Prozent der Deutschen vorstellbar

Auch wenn diese Form des Arztbesuchs (noch) sehr ungewöhnlich erscheinen mag, können sich nach Angaben des Digitalverbands Bitkom rund 27 Prozent der Deutschen vorstellen, künftig „online“ zum Arzt zu gehen. Zumindest dann, wenn es um Nachkontrollen, Beratungen oder um eine Zweitmeinung geht. Wie der Digitalverband außerdem mitteilt, sehen sechs von zehn der Befragten hier außerdem den Vorteil, dass der Zugang zu räumlich weit entfernten Ärzten erleichtert wird. Als Nachteil wurde die Sorge vor Fehldiagnosen und -behandlungen, Angst vor Datenmissbrauch und ein fehlendes Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt genannt. Generell ist es schon länger möglich, die Dienste eines Psychotherapeuten online in Anspruch zu nehmen.

Lebensmittel online kaufen

Obwohl der Online-Handel mit Lebensmitteln in Deutschland noch lange nicht an den Non-Food-Bereich heranreicht, wächst die Zahl der Verbraucher, die sich Lebensmittel nach Hause liefern lassen, kontinuierlich. 2017, so das Portal Statista, wurde in diesem Bereich die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro überschritten. Seitdem werden jährliche Zusatzraten von über 15 Prozent verzeichnet. Nach einer Erhebung des Statistischen Bundesamts sind es vor allen die 25- bis 44-Jährigen, die ihren Einkauf via Internet erledigen. Sie umgehen damit nicht nur lange Warteschlangen an den Kassen, sondern auch mühsames Tragen schwerer Einkaufstüten. Ein weiterer Vorteil: Lebensmittel können rund um die Uhr vom Sofa aus bestellt werden. Allerdings können Verbraucher die bestellte Ware nicht auf Frische überprüfen, was gerade bei Obst, Gemüse und Fleisch wichtig ist. Außerdem fallen oft relativ hohe Versandkosten an.

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Behördengänge über das Internet

Viele Behördengänge sind mittlerweile über das Internet möglich, jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Gängig sind normalerweise Anträge für Abfallentsorgung (Mülltonnen-Tausch, Sperrmüll), aber auch Formalien wie die Weiterbewilligung von Arbeitslosengeld, die die Abfragung nach dem Stand einer Baugenehmigung oder der Antrag auf Feststellung einer Behinderung. Auch die Beantragung einer Eheurkunde, die Bestellung von KfZ-Kennzeichen oder die Anmeldung eines Hundes ist in vielen Bundesländern bei den zuständigen Behörden online möglich - genauso wie die Beantragung von Elterngeld. Andere Formalien, die über das Internet erledigt werden können:

  • Anzeige aufgeben: In mehreren Bundesländern, zum Beispiel in Bayern, bietet die Polizei an, Anzeigen online aufzugeben
  • Kindergeld: Anträge/Veränderungsmitteilungen sind in vielen Gemeinden online möglich
  • Führerscheinbeantragung: Manche Fahrerlaubnisbehörden bieten eine Online-Beantragung des Führerscheins an, genauso sind Anträge auf Verlängerung und Umtausch online möglich
  • Mutterschaftsgeld: Kann digital beantragt werden (Bundesamt für soziale Sicherung)
  • Schulen: Viele Bundesländer bieten Online-Anmeldungen an
  • Gewerbean- und -abmeldung: Auch dieser Dienst ist immer häufiger online möglich
  • Geburtsurkunde: Kann in mehreren Bundesländern online bestellt werden
  • Rentenversicherung: Viele Anträge können online gestellt werden. Auch Terminabsprachen sind online möglich
  • Sozialhilfe: Antrag ist oft über das Internet möglich
  • Identifikationsnummern: Nummern können online erfragt werden
  • Kraftfahrzeuge: Können oft online an-, um- und abgemeldet werden
  • Meldebescheinigung: Können vielerorts online angefordert werden
  • Umzug: Meldedaten lassen sich häufig online übermitteln
  • Sterbeurkunde: Lässt sich oft online anfordern

Versicherungen online abschließen

Hundehaftpflicht, Hausrat, Zahnzusatzversicherung: Der Jahreswechsel naht und damit die Zeit, die Versicherungen zu checken, um möglicherweise einen günstigeren Anbieter zu finden. Wie der Digitalverband Bitkom im Jahr 2020 mitgeteilt hat, ist der Abschluss einer Versicherung über das Internet mittlerweile weit verbreitet. In erster Linie, so der Verband, seien es Haftpflicht-, Reiserücktritts oder Kfz-Versicherungen, die online verstärkt nachgefragt werden. Allerdings, wird von den Verbrauchern bemängelt, sei der Abschluss teilweise kompliziert und zeitaufwändig. Häufig ist es so, dass digitale Versicherer für den Vertragsabschluss Formulare zusenden, die dann unterschrieben zurückgeschickt werden müssen. Möglich ist jedoch auch, die eigene Identität ohne eine Unterschrift zu bestätigen und einen Versicherungsabschluss auf diese Weise rechtswirksam zu machen. Eine Identifizierung ist auch über VideoIdent möglich, indem Neukunden in einem Videochat einem Mitarbeiter der Versicherung Personalausweis und Gesicht zeigen. Über PostIdent bestätigt ein Beschäftigter der Deutschen Post die Identität des Versicherungsnehmers. Einen Versicherungsschein erhält der Versicherungsnehmer auch bei Abschluss eines Vertrags über das Internet. Der Versicherungsschutz beginnt in dem Moment, in dem die Versicherung den Abschluss bestätigt. Laut Bitkom ist das Wachstumspotenzial für Online-Versicherungen enorm. Untersuchungen des Digitalverbands haben ergeben, dass sich rund jeder Dritte vorstellen könnte, verschiedene Versicherungsprodukte wie Reiserücktritt, Auslandskrankenversicherung, zusätzliche Rentenversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung über das Internet abzuschließen.

Kredite über das Internet abschließen

Auch für Kredite müssen Verbraucher heutzutage nicht zwangsläufig einen Termin mit der Bank machen. Im Internet gibt es unzählige Anbieter, die einen Kredit auch online gewähren. Praktisch ist, dass die verschiedenen Angebote auf einen Klick miteinander verglichen werden können. Wer einen Kredit online abschließen möchte, sollte jedoch einiges beachten – zum Beispiel sollten Verbraucher die Angebote unbedingt miteinander vergleichen, und auf Seriosität achten. Generell sollten sich alle, die im Internet einen Kredit abschließen, vorher genau informieren. Gerade dann, wenn die Konditionen besonders positiv sind, ist es besser, vorsichtig zu sein. Bei einem sofortigen Versprechen auf ein Darlehn seitens des Kreditgebers ohne Bonitätsprüfung etwa ist Vorsicht geboten. Genauso sollten auch die Gebühren bei der Kreditprüfung genau ins Visier genommen werden.

Digitaler Friseur-Termin, Nachhilfe & Co

Auch Friseurtermine lassen sich immer häufiger online buchen. Viele Friseure nutzen bereits eine digitales Terminmanagementsystem. Über das Internet lässt sich auf diese Weise ganz einfach ein Zeitraum für die gewünschte Dienstleistung blocken. Wer keinen guten Friseur in der Nähe kennt, kann auch über verschiedene Online-Portale einen geeigneten Coiffeur in der Region finden und gleichzeitig einen Termin buchen.

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Nachhilfe übers Internet

Vorbei sind auch die Zeiten, in denen sich Nachhilfeschüler und -lehrer für den Präsenzunterricht zusammenfinden müssen. Nachhilfe geht auch Online. Diverse Institute bieten im Internet entsprechende Programme an. Online-Nachhilfe funktioniert über verschiedene Tools (Skype, Zoom,…) und eine Webcam, mit der sich Schüler und Lehrer sehen können. Über Mikrofone besteht die Möglichkeit, miteinander zu sprechen. Ein großer Vorteil des digitalen Unterrichts ist, dass das Angebot völlig ortsunabhängig ist. Schüler, die Hilfe benötigen, müssen demnach nicht mehr nur in ihrem Umkreis nach geeigneten Helfern suchen. Außerdem spart Online-Nachhilfe Zeit, denn es fallen keine Anfahrtswege an. Darüber hinaus besteht oft eine größere zeitliche Flexibilität als es bei herkömmlichen Nachhilfeinstituten Usus ist.

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