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Haushaltsgeräte mit diesen Haushaltsmitteln entkalken und reinigen

Das Absetzen von Kalk ist bei vielen Haushaltsgeräten ein unschönes Problem, dem man von Zeit zu Zeit beikommen muss. Glücklicherweise gibt es die richtigen Hausmittel für diese Aufgabe.

Aschendorff Medien

Foto: Pixabay.com

Kalkflecken und heftige Verkrustungen an Haushaltsgeräten sind unschön anzusehen und beeinflussen dazu auch noch die Lebensdauer. Werden diese nicht ordnungsgemäß gereinigt oder entkalkt, erledigen sie ihre Aufgabe nicht mehr zufriedenstellend. Wer jedoch acht darauf gibt, kann ihre Haltbarkeit verlängern und die Leistung verbessern. Dazu kommt eine erhebliche Einsparung von Energie, da die Geräte somit effizienter arbeiten können.

Zitronensäure und Essig sind das Mittel der Wahl

Um Kalk effektiv zu lösen, eignet sich immer eine Substanz die Säure enthält. Um das Material zu schonen, sollten diese jedoch zu konzentriert sein. Zitronensäure und Essig lösen Kalk zuverlässig ab und greifen das Material nicht an. Zudem enthalten sie keinerlei chemische Substanzen und werden natürlich abgebaut.

Entscheidend hierbei ist, dass in puncto Essig kein typischer Kräuter- oder Apfelessig genutzt wird, da dieser nur etwa 25 Prozent der Säure enthält. Am besten eignet sich Essigessenz, die entsprechend verdünnt werden, um den Säureanteil zu erhöhen. Alternativ ist sogenannter Spritessig aus dem Handel einsetzbar. Zitronensäure ist ebenfalls im Supermarkt erhältlich. Ausschlaggebend ist die Dosierung der beiden Substanzen und welches Küchengerät entkalkt werden soll. Hier daher ein paar Hinweise:

  • Essigessenz ist perfekt für die Entkalkung von Haushaltsgeräten geeignet. Wird es jedoch erhitzt, steigen beißende Dämpfe auf, welche die Schleimhäute reizen können.
  • Daher gilt: Wird die Flüssigkeit erhitzt, sollte sie auf jeden Fall verdünnt werden. Ist die Aufheizung dagegen nicht erforderlich, ist die Nutzung von purer Essigessenz ebenfalls möglich.
  • Nach der Entkalkung und Reinigung ist es wichtig, das jeweilige Geräte noch einmal mit klarem Wasser gründlich zu reinigen. Nur so lassen sich auch Rückstände des Reinigungsvorgangs aus dem Gerät entfernen.
  • Je höher die Säurekonzentration ausfällt, desto eher wird das Material angegriffen.

Zitronensäure muss nicht zwingend in flüssiger Form eingesetzt werden. Kristalline Zitronensäure sind ebenfalls gut geeignet und lässt sich in vielen Fällen sogar leichter dosieren. Je nachdem, welcher Gegenstand gereinigt werden soll, genügt auch das Auflegen von Zitronenscheiben.

Der Vorteil: Sämtliche natürliche Reiniger kosten in der Regel nicht mehr als ein paar Euro. Wichtig ist aber, dass entschieden wird, ob eine Reinigung überhaupt das Mittel der Wahl ist. Wenn Geräte nicht funktionieren, ist oft eine Beschädigung schuld. Diese kann teilweise nur mit dem Austausch des Ersatzteils behoben werden. Gerade bei Waschmaschinen und Co. lassen sich schnell und einfach Ersatzteile online bestellen, wahlweise über Geräteart und Hersteller oder direkt über die Modellnummer des jeweiligen Gerätes.

Weniger wirkungsvolle Reiniger und Mittel zum Entkalken

Neben Essig und Zitronensäure werden auch immer wieder andere natürliche Substanzen genannt, mit denen eine Reinigung oder Entkalkung gelingen soll. Mit dazu gehören zum Beispiel Backpulver, Soda oder sogar Aspirin, sowie Gebissreiniger.

Zwar entwickeln diese Stoffe ebenfalls eine reinigende Substanz, doch ist diese weitaus weniger effektiv als die Alternativen. Manchmal greifen sie auch das Material an. Daher ist ihre Verwendung eher nicht empfehlenswert.

Welche Haushaltsgeräte mit natürlichen Substanzen gereinigt werden können

Es gibt einige typische Haushaltsgeräte, die mit Zitronensäure oder Essigessenz gereinigt werden können. Mit dazu gehören für gewöhnlich:

  • Waschmaschine
  • Wasserkocher
  • Kaffeemaschine
  • Eierkocher
  • Geschirrspüler
  • Dampfbügeleisen

Doch selbstverständlich lassen sich nicht nur die typischen Elektrogeräte in der Küche entsprechend reinigen. Edelstahltöpfe, Teetassen oder auch der Duschkopf im Bad profitieren hin und wieder von einer Entkalkung. Denn in ihnen sammelt sich der Kalk ebenfalls und entwickelt über die Zeit hinweg einen unansehnlichen Schleier auf der Oberfläche, der mit der Reinigung verschwindet.

Reinigung von Wasser-, Eierkocher und Co.

Besonders Geräte die heiß werden, lassen sich mit Essig und Zitronensäure gut reinigen. Doch Achtung: Während der Entkalkung sollte das Fenster geöffnet werden, damit die beißenden Dämpfe abziehen können. Um die Geräte zu reinigen, geht man am besten wie folgt vor:

  • Zwei bis drei Esslöffel kristalline Zitronensäure werden in einem Liter Wasser aufgelöst.
  • Alternativ werden zwei Esslöffel Essigessenz in 200 bis 300 Milliliter Wasser verdünnt.
  • Die Substanz wird nun in das Gerät gegeben und für 30 Minuten einwirken gelassen.
  • Wasserkocher und Kaffeemaschine werden hingegen eingeschaltet, damit die Mischung bessere Wirkung zeigt. Eierkocher können auch nur kurz eingeschaltet werden, bis die Mischung heiß wird.
  • Bei der Kaffeemaschine hilft es, die Lösung zur Hälfte durchlaufen zu lassen und sie dann für zehn Minuten abzuschalten. Danach kann der Rest durch die Maschine laufen.
  • Danach wird überprüft, ob sämtlicher Kalk aus der Maschine verschwunden ist. Sollte dies nicht der Fall sein, wird der Vorgang wiederholt.
  • Im Anschluss ist es erforderlich, ganz normales Wasser in das Gerät zu geben und Wasserkocher, sowie Kaffeemaschine laufen zu lassen. Dieser Vorgang wird zwei bis drei Mal wiederholt, um sämtliche Reste zu entfernen

Zu gebrauchen ist das Gerät erst wieder, wenn keinerlei Rückstände von Zitronensäure oder Essigessenz mehr vorhanden sind. Hierzu hilft es, einfach mal die Nase über das Gerät zu halten und zu schnuppern. Riecht es normal, ist der Reinigungsvorgang geglückt.

Eine spezielle Stellung in Bezug auf das Entkalken nimmt ein Kaffeevollautomat ein, der mit der Vollautomatisierung des eigenen Heims für viele immer interessanter wird. Für diesen ist die genannte Methode nicht geeignet, da die integrierten Gummidichtungen beschädigt werden könnten. Daher sollte man in diesem Fall stattdessen eher die vom Hersteller empfohlenen Entkalker nutzen.

Tipp: Um die Kalkablagerungen innerhalb der Geräte einzudämmen, nutzen viele Menschen inzwischen einen Wasserfilter, der den Kalk vor der Verwendung aus dem Wasser entfernt. Das Wasser wird dadurch nicht nur weicher, sondern verändert auch den Geschmack von Tee und Kaffee.

Waschmaschine korrekt reinigen

Die Waschmaschine ist eines der Haushaltsgeräte, welches am häufigsten mit verkalktem Wasser in Berührung kommt und sich über die Zeit hinweg zusetzt. Ihre Leistung wird schlechter und sie verbraucht mehr Wasser, dabei ist dieses so kostbar. Zwar gibt es geeignete Reiniger für diesen Fall im Handel, doch Zitronensäure oder Essig helfen in diesem Fall ebenfalls weiter. Zitronensäure wird in ihrem Fall jedoch eher empfohlen, da sie Elemente wie Gummi oder Silikon weniger angreift. Die korrekte Entkalkung der Waschmaschine sollte wie folgt ablaufen:

  • Benötigt werden 100 Gramm kristalline Zitronensäure. Diese werden in zwei Litern Wasser aufgelöst.
  • Die Lösung wird anschließend in die Waschmittelschublade gegeben.
  • Besonders geeignet ist der verlängerte Hauptwaschgang, der für die Entkalkung eingesetzt wird.
  • Nachdem dieser die Höchsttemperatur erreicht hat, sollte der Waschgang für etwa 30 Minuten gestoppt werden. Ist keine Pausen-Taste vorhanden, lässt man das Programm durchlaufen.

Wichtig: Während der Entkalkung sollte keinerlei Wäsche einliegen. Empfehlenswert ist die Entkalkung immer dann, wenn die Bekleidung anfängt, einen muffigen Geruch zu entwickeln. Denn dies ist in der Regel der Hinweis schlechthin, dass sich Kalk in der Waschmaschine angesammelt hat.

Geschirrspüler entkalken

Neben der Waschmaschine lässt sich auch der Geschirrspüler bestens mit Zitronensäure entkalken. Der Vorgang ist etwas anders als bei der Waschmaschine, aber ihm durchaus ähnlich:

  • Es sollte sich keinerlei Geschirr in der Maschine befinden.
  • Zwei Esslöffel kristalline Zitronensäure werden in 250 Millilitern warmem Wasser aufgelöst.
  • Zunächst wird mit dieser Lösung der komplette Türbereich abgewischt.
  • Anschließend gibt man sechs Esslöffel der Mischung in den leeren Geschirrspüler. Das Sieb spart man dabei aus.
  • Optimal entkalkt ein Programm ohne Vorspülen, welches mindestens eine Temperatur von 50 Grad Celsius erreicht.

Mehr ist für die Entkalkung der Geschirrspülmaschine nicht erforderlich.

Wie oft sollten die Geräte entkalkt werden?

Fraglich ist auch, wie oft Wasserkocher und Co. entkalkt werden sollten. Denn nicht immer braucht es zwei bis drei Monate, bis sich eine Schicht Kalk in ihnen gebildet hat. Abhängig ist die Häufigkeit vom verwendeten Wasser. Denn dieses ist je nach Region möglicherweise kalkhaltiger als woanders.

Hierzu sollte man sich den Härtegrad des Wassers etwas genauer ansehen. Fällt dieser besonders hoch aus, ist eine häufigere Reinigung und Entkalkung empfehlenswert. Wird das Wasser regelmäßig gefiltert, genügt es bei Kaffeemaschine und Co. in der Regel, sie drei Mal pro Jahr zu entkalken.

Bei der Waschmaschine hingegen ist der Vorgang etwa zwei Mal im Jahr empfehlenswert. Zusätzlich können zur Vorbeugung Wasserenthärter eingesetzt werden. Sie verhindern, dass sich Kalk ablagert. Häufig sind sogar im Waschmittel bereits welche enthalten.

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