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Häusliche Pflege: Welche Leistungen unterstützen im Alltag?

akz-i Rund vier von fünf Pflegebedürftigen werden in Deutschland zu Hause versorgt. Gesetzlich Versicherte mit einem Pflegegrad haben dabei Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung.

Ein ambulanter Pflegedienst unterstützt zu Hause. Foto: FredFroese/gettyimages.com/akz-i

Zu diesen Leistungen zählt unter anderem das Pflegegeld, das ab Pflegegrad 2 beantragt werden kann. „Über diesen Betrag können die Versicherten frei verfügen. In der Regel geben sie ihn als Anerkennung an die Personen weiter, die sich zu Hause täglich um sie kümmern“, sagt Heike Morris, juristische Leiterin der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD). „Meist handelt es sich dabei um pflegende Angehörige.“

Wenn sich Pflegebedürftige von einem ambulanten Pflegedienst unterstützen lassen, haben sie Anspruch auf sogenannte Pflegesachleistungen. Das sind die Dienstleistungen, die vom Pflegedienst erbracht werden.

Darüber hinaus gibt es unterschiedliche weitere Leistungen, die eine bestmögliche Versorgung der Pflegebedürftigen im häuslichen Umfeld ermöglichen sollen. „Viele der Angebote haben außerdem zum Ziel, pflegende Angehörige im Alltag gezielt zu entlasten. Sie sollen diesen zudem dabei helfen, Beruf und Pflege besser organisieren zu können.“

Zu diesen Leistungen zählen beispielsweise:

• Der sogenannte Entlastungsbetrag, der zum Beispiel für Unterstützungsangebote im Alltag genutzt werden kann.

• Die Verhinderungspflege, die stunden- oder tageweise für die Pflegeperson einspringt.

• Die Kurzzeitpflege, bei der die pflegebedürftige Person vorübergehend stationär versorgt wird.

• Eine teilstationäre Tages- oder Nachtpflege.

Versicherte, die einen Antrag auf Leistungen bei der Pflegekasse gestellt haben, haben einen Anspruch auf Pflegeberatung. Bei dieser ermitteln geschulte Beraterinnen und Berater den individuellen Hilfebedarf. Sie informieren über zur Verfügung stehende Leistungen und beraten, wie diese im konkreten Fall sinnvoll miteinander kombiniert werden können.

Beispielsweise haben Versicherte die Möglichkeit, sowohl Pflegegeld als auch Pflegesachleistungen in Anspruch zu nehmen. Ihre pflegenden Angehörigen können sich dann im Alltag von einem ambulanten Pflegedienst unterstützen lassen. „Teilweise kann zudem das zur Verfügung stehende Budget einer Leistungsart auf eine andere übertragen werden“, sagt Heike Morris.

Gut zu wissen: Auch pflegende Angehörige können eine Pflegeberatung in Anspruch nehmen oder in eine solche einbezogen werden, sofern die oder der Pflegebedürftige zustimmt. Bei Fragen zum Thema Pflegeleistungen berät Sie die UPD professionell und kostenfrei unter 0800/011 77 22.

Weitere Informationen finden Sie unter dem weiterführenden Link.

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