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Mobilität der Zukunft

Mobilität ist heute ein sehr wichtiges Thema. Denn aktuell sind so viele Menschen auf den Straßen der Republik unterwegs wie niemals zuvor. Egal ob im Auto, in öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder auf dem Fahrrad – all das sind Arten von Mobilität. Stellt sich die Frage, wie unsere Mobilität in der Zukunft aussehen wird und was sich verändern muss, damit Mobilität auch für jeden weiterhin erschwinglich bleibt.

Aschendorff Medien

Foto: ThePixelman auf Pixabay

Der Deutsche ist gern unterwegs. Es gibt zahlreiche Statistiken, welche dies belegen. Eine davon liefert beispielsweise das Bundes Umweltamt in Form des aktuellen Motorisierungsgrades in Deutschlands. Dabei ist eine bemerkenswerte Entwicklung in den letzten zwei Jahrzehnten zu spüren. So lag im Jahr 2000 die Zahl der Pkws in Deutschland bei 532 Fahrzeugen auf 1.000 Einwohner. Damit hatten umgerechnet im Schnitt 53,2 Prozent aller Deutschen ein Auto – zumindest statistisch gesehen.

Im Jahr 2021 ist diese Zahl gewachsen. Die aktuelle Statistik wirft einen Wert von 580 Fahrzeugen auf 1.000 Einwohner aus. Der Fahrzeuganteil ist also um fast 5 Prozentpunkte gestiegen. Auf die Gesamtzahl der Einwohner in der Bundesrepublik Deutschland gerechnet bedeutet das ein erheblich höheres Verkehrsaufkommen als noch vor 20 Jahren.

Warum ist Mobilität auch in Zukunft noch so wichtig?

Es ist eine gern geführte Diskussion: Warum muss so viel Mobilität eigentlich sein? Viele Dinge kann man doch inzwischen auch schon erledigen, ohne dafür das Haus verlassen zu müssen. Damit ist noch nicht einmal das für den stationären Einzelhandel oftmals so feindliche Online-Shopping gemeint. So bieten beispielsweise inzwischen viele Sehenswürdigkeiten, Museen und Kulturvereine die Möglichkeit, Monumente und Museumsführungen digital vom eigenen Sofa aus zu erleben.

Doch es gibt neben dem Freizeitvertreib noch eine ganze Menge andere Gründe für Mobilität. Da wären beispielsweise die Tausenden von Pendler, die jeden Tag zur Arbeit und wieder nach Hause fahren müssen. Gerade, wer in einem Ballungsgebiet arbeitet, hat oftmals entweder gar nicht die finanziellen Möglichkeiten, eine Wohnung in der Stadt selbst zu mieten.

Oder er hat sich zum Wohle der Familie dafür entschieden, lieber in einem Vorort oder in einer kleineren Stadt in der Nähe zu wohnen. Damit das Wohnen abseits der großen Städte und Zentren aber weiterhin attraktiv bleibt, muss es auch in Zukunft attraktive Möglichkeiten der Mobilität geben.

Nachhaltige Mobilität – eine der besten Ideen für die Zukunft

Ein Begriff den man heutzutage immer öfter hört: Nachhaltigkeit. Es gibt so viele Bereiche, in denen wir mit dem Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit konfrontiert werden. Da wäre der Ruf nach mehr Nachhaltigkeit beim Verpackungsmaterial von Lebensmitteln beispielsweise. Oder nach mehr Nachhaltigkeit in der Energie- und Wärmeversorgung. Bedenkt man allerdings, dass ein sehr großer Teil der hierzulande ausgestoßenen CO2 Emissionen durch den Kraftfahrzeugverkehr hier im Land verursacht wird, wird schnell klar, das Nachhaltigkeit auch im Bereich der Mobilität ein sehr wichtiger Faktor ist.

Was genau ist nachhaltige Mobilität

Bleibt die Frage, was nachhaltige Mobilität wirklich ist. Dafür gibt es verschiedene Erklärungsansätze. Einmal beispielsweise die möglichst umfassende Nutzung der zur Verfügung stehenden Mittel. Das kann zum Beispiel eine regelmäßige Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel sein. Wenn dadurch der eigene Pkw stehen bleibt und freie Plätze in den öffentlichen Verkehrsmitteln genutzt werden, dann werden die ohnehin verbrauchten Ressourcen sinnvoller eingesetzt.

Gleiches gilt beispielsweise, wenn Arbeitnehmer eine Fahrgemeinschaft bilden. Wird ein Fahrzeug mit fünf Sitzplätzen von vier Erwachsenen genutzt, ist dies deutlich nachhaltiger, als wenn vier Erwachsene jeweils mit dem eigenen Fahrzeug zu Arbeit fahren.

Eine andere Form nachhaltiger Mobilität ist die Nutzung von Technologien, die einen deutlich geringeren CO2 Ausstoß verursachen als der klassische Verbrennungsmotor. Da wäre beispielsweise das E-Auto. Auch wenn sich darüber diskutieren lässt, ab wann ein E-Auto tatsächlich klimaneutral fährt – zumindest, wenn man die Emissionen, die durch den Bau eines solchen Fahrzeugs verursacht werden mit einbezieht – wird ein solches Auto nach einigen Jahren der Nutzung unter dem Strich deutlich umweltfreundlicher unterwegs sein.

Wenn der Strom für das Fahrzeug dann noch aus der eigenen Fotovoltaikanlage auf dem Dach kommt, ist das wohl der Inbegriff motorisierter nachhaltiger Mobilität. Gleiches gilt für die Fortbewegung mit einem E-Roller. Die absolute Reinform nachhaltiger Mobilität sieht aber noch anders aus. Denn Mobilität gänzlich ohne die Verursachung von Umweltverschmutzung funktioniert nur durch die eigene Muskelkraft. Sei es auf dem Fahrrad oder zu Fuß – nachhaltiger geht es nicht mehr.

Was können wir von der Mobilität in Zukunft erwarten

Klar ist, dass Deutschland seine Klimaziele nur erreichen kann, wenn gerade im Bereich des Straßenverkehrs die Emissionen deutlich reduziert werden. Um das zu erreichen, gibt es bereits einige Ansätze und Programmpunkte.

So haben einige Großstädte und Städteregionen in Deutschland bereits den öffentlichen Nahverkehr deutlich vergünstigt. Teilweise wird dieser zu bestimmten Zeiten sogar komplett kostenlos angeboten. Das kann einen guten Anreiz schaffen, eher mal den Bus zu nutzen, als ins eigene Auto zu steigen.

Hinzu kommt eine Entwicklung, die zwar von der Politik so nicht forciert wurde, über die man aber im Lager der Klimaschützer mit Sicherheit nicht böse sein wird: Die ständig steigenden Preise für Kraftstoffe. Wer hier in Zukunft auf öffentliche Verkehrsmittel oder auf eine Fahrgemeinschaft umsteigen kann, wird dies sicherlich gerne tun.

Ein weiterer Faktor, der in den nächsten Jahren immer weiter ausgebaut werden soll, ist die E-Mobilität. E-Roller gibt es schon seit einiger Zeit vermehrt auf der Straße. Tatsächlich haben diese Roller die Roller und Mofas, die man sonst oft auch im Verkehr gesehen hat, weitgehend verdrängt. Die Preisoffensive, die in Sachen E-Auto in den letzten Monaten langsam gestartet wurde, wird sich in den nächsten Jahren sicherlich noch verschärfen. So wird sichergestellt werden, dass auch ein E-Auto wirklich für jeden erschwinglich wird.

Daneben bleibt aber auch das Fahrrad als Fortbewegungsmittel ein wichtiger Faktor. Das haben die Planer längst erkannt und deutschlandweit an den verschiedensten Stellen teilweise große und recht ehrgeizige Pläne aufgelegt. So beispielsweise einen Rad-Ruhr-Schnellweg, auf dem Radfahrer vergleichsweise schnell von einer Ecke des Ruhrgebiets in die andere kommen sollen. Wenn die Fahrt mit dem Fahrrad schneller ist als die mit dem Auto, kann das durchaus ein Argument sein, auch mal weitere Strecken mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Wie sieht das Thema Mobilität bei Reisen in Zukunft aus?

Der Trend geht schon seit einigen Jahren immer mehr weg von Fernreisen und hin zu Reisen im eigenen Land oder in unmittelbare Nachbarländer. Dabei nimmt die Zahl an Inlandsflügen in den letzten Jahren kontinuierlich ab. Experten rechnen auch nicht damit, dass sich dieser Effekt von der Flugbranche noch einmal umkehren lässt. Hier steigen gerade beim Urlaub in Deutschland wieder mehr Reisende lieber auf das eigene Auto oder auf die Bahn um. Im Vergleich zum Flug ist beides deutlich nachhaltiger.

Fazit: Was erwartet uns in Sachen Mobilität in der Zukunft?

  • Die Bedürfnisse der Menschen, die auf die Mobilität angewiesen sind oder diese in der Freizeit nutzen möchten.
  • Ökologische und ökonomische Gesichtspunkte, unter denen entsprechende Angebotsentscheidungen getroffen werden müssen.

Wichtig wird dabei sein, dass Mobilität vernetzter betrachtet wird. Es wird sich nicht mehr die Frage stellen, ob Fahrrad oder Bus. Wenn mehr Busse so ausgestattet sind, dass Fahrräder problemlos mitgeführt werden können, kann der Pendler einen Teil des Arbeitsweges bequem mit dem Fahrrad zurücklegen, um dann einen weiteren Teil mit dem Bus oder der Bahn zu fahren. Auf diese Art wird die Mobilität nicht nur nachhaltiger – sie wird für viele Arbeitnehmer sicherlich auch deutlich effizienter in Sachen Fahrtzeit.

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